SPD stellt sich gegen Pendler

Die SPD verweigert den Pendlern auf der Kreistagssitzung des Kreises Ludwigslust-Parchim am 9.12.2015 geschlossen die Unterstützung. Alle übrigen Parteien und Wählergruppierungen unterstützen den Antrag der CDU zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Interesse der Berufspendler in Westmecklenburg und überstimmen die SPD. Landrat Christiansen (SPD) ist nun in der Pflicht in unserem Interesse zu handeln!

Liebe Mitstreiter, sprechen Sie Ihre SPD-Vertreter vor Ort an. Früher  hat sich diese Partei noch für werktätige Menschen besonders engagiert! Was ist mit dieser Partei los?

Ein Kommentar zu “SPD stellt sich gegen Pendler
  1. Schienle sagt:

    Als die Landesregierung MV vor einem Jahr die Schließung der durchgehenden Eisenbahnstrecke zwischen Parchim und Waren gegen massiven Widerstand der betroffenen Bevölkerung politisch durchsetzte, erfanden die Fachleute von Pegels Ministerium eine neue Theorie mit einer anderswo kaum je gehörten „fachlichen“ Begründung : Man wolle in MV die stärker frequentierten Bahnlinien stärken (also besonders die RE1) und müsse deshalb (leider! leider!) die Südbahn in der dünn besiedelten Gegend schließen.

    Was von einer solch windigen Hilfestellung der LMIV-Fachkräfte für die sparwütigen Politiker zu halten ist, konnte man sich damals schon denken. Jetzt aber zeigt sich bereitsnach wenigen Monaten, dass Ministerium und VMV ihre angeblich neues Konzept bei der Gestaltung des neuen Fahrplans plötzlich „vergessen“ haben und den anmaßenden Forderungen der DB Fernzüge nicht im geringsten Widerstand geleistet haben.

    Im Gegenteil : in der Schweriner Volkszeitung behauptete ein Vertreter der DB sogar, die Fahrplanänderung sei mit dem Land MV abgestimmt. Dabei wäre es Sache des bestellenden und bezahlenden Bundeslandes gewesen, gegenüber dem Dienstleister DB Regio darauf zu bestehen, dass das Interesse der Bürger auf einen funktionierenden SPNV auf dem öffentlichen Schienennetz nicht hinter dem rein finanziellen Interesse der DB Fernzüge hintangestellt wird. Schließlich verdient die DB AG seit über 20 Jahren an den Trassenentgelten und Stationsgebühren den größten Teil ihrer Einnahmen auf einem Streckennetz, das ihr die Öffentliche Hand zur Verfügung gestellt hat.

    Da müssen die Fahrgäste auch entsprechnde Fahrpläne verlangen und dürfen nicht auf eine tägliche unzumutbare Bummel- und Abstelltour verwiesen werden.

    Oder treffen die Vermutungen zu, die Leute sollten gefälligst doch ins zur Zeit billige Auto steigen ?
    Ist es jetzt eigentlich Staatsdoktrin, dass der Schienenverkehr möglichst keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu Auto und Bus darstellen soll ?